Schießbetrieb eingestellt

Aufgrund der aktuellen Corona-Restriktionen ist der Schießbetrieb ab sofort eingestellt.

Diese Regelung gilt bis auf Weiteres. Ob in diesem Jahr der Schießbetrieb wieder aufgenommen wird, ist noch nicht entschieden. Wenn eine Entscheidung getroffen ist, wird diese hier auf der Homepage veröffentlicht. 

Pressemitteilung vom 28.06.2016

Landesmeisterschaft Flinte Doppeltrap – Waldemar Schanz verteidigt Titel, zweimal Teamgold für den KKSV Rüddingshausen

Nach der Premiere der Landesmeisterschaft Doppeltrap 2015 auf der Anlage des KKSV Rüddingshausen, bei der sich 31 der 53 Starter für die DM in München qualifizierten, hat der Hessische Schützenverband auch 2016 die Meisterschaft nach Mittelhessen vergeben. Auch in diesem Jahr zeigte sich der Verein gut vorbereitet und trug mit vielen ehrenamtlichen Helfern zum erneuten Gelingen der zwei Tage dauernden Wettkämpfe bei. Schon der Trainingstag am Freitag wurde von den Sportler gut angenommen. Bis abends um 19 Uhr stellten sich die Schützen aus ganz Hessen auf die bevorstehenden Wettkämpfe ein. 72 Startkarten wurden vergeben und davon gingen 64 Schützen an den Start. Bundesweit ist das die größte Anzahl, die in der 24-jährigen Geschichte dieser Disziplin jemals bei der Landesmeisterschaft erreicht wurde.

Auch die Leistung stimmte wieder. 36 der 64 Starter haben das Limit der DM 2015 erreicht. Es kann also auch auch bei der Deutschen Meisterschaft in München wieder mit einer neuen Rekordbeteiligung gerechnet werden.

sieger_altersklasseDen Anfang machten am Samstag die Altersschützen. In allen drei Altersklassen gab es spannende Duelle um die Führung. Andreas Ullmer vom SSV Viernheim und Michael Eck vom KKSV Rüddingshausen lagen zu keinem Zeitpunkt des Wettkampfes in der Herren-Altersklasse weiter als zwei Scheiben auseinander. Am Ende erzielte Andreas Ullmer mit 123 Scheiben das höchste Ergebnis des Tages und holte sich seinen ersten Einzeltitel im Doppeltrap. Für Vorjahressieger Eck blieb mit 121 Scheiben Rang zwei und die Gewissheit, auch im 22. Jahr in Folge an der Deutschen Meisterschaft in München teilnehmen zu können. Um Platz drei war wie im letzten Jahr ein Stechen nötig. Reiner Faulstich vom KKSV Rüddingshausen und Gerhard Löwer vom SV Hertingshausen trafen beide 110 Scheiben. Gerhard Löwer, der hier im letzten Jahr noch unterlag siegte mit 2:0. Ähnliche Spannung bei den A-Senioren: Titelverteidiger Rolf Klein aus Wiesbaden kam schlecht in den Wettkampf, steigerte sich aber am Ende und verwies den Rüddinghausener Thomas Hartmann wie schon im letzten Jahr auf Platz zwei. Mit 115 zu 113 Scheiben war der Abstand aber schon deutlich kleiner als bei den Titelkämpfen im Vorjahr. Platz drei ging durch Tandy Casey ebenfalls nach Rüddingshausen. Peter Croll vom KKSV Rüddinghausen ging erstmals nach sechs Jahren ohne Einzelitel nach Hause. Nach vier Siegen bei den A-Senioren für den WC Wiesbaden und zwei bei den B-Senioren in den beiden Vorjahren für den KKSV musste er nach mäßigem Start zusehen, wie die beiden Wiesbadener Routiniers Manfred Fleischhacker und Hans Männchen den Titel unter sich ausmachten. Mit 117 Scheiben siegte Fleischhacker vor Männchen, der 114 Scheiben traf. Für Croll blieb mit 106 Scheiben Bronze. Freuen konnte dieser sich aber über Teamgold. Zusammen mit den Silbermedaillengewinnern aus den beiden anderen Klassen, Thomas Hartmann und Michael Eck kam es auch hier zur Titelverteidigung der ersten KKSV-Mannschaft. In München zur DM steht die nächste Herausforderung an. Nach Silber im Vorjahr haben die drei noch einer Rechnung mit den Karlsschützen aus Aachen offen, die im letzten Jahr Deutscher Meister wurden. Platz zwei in Hessen ging durch Fleischhacker, Klein und Obenauer an den WC Wiesbaden, während sich das zweite Team des KKSV Rüddinghausen mit Faulstich, Casey und Pusec Bronze holte. Die Besonderheit hier: Alle neun auf dem Treppchen stehenden Schützen standen dort in der gleichen Reihenfolge schon im letzten Jahr.

sieger_junioren_gruppeAm Sonntag folgten die Junioren, Damen und Herren, die ihrerseits auch noch das Finale absolvierten. Bei den Junioren gab es den erwarteten Sieg von Felix Braun vom KKSV Rüddingshausen. Überraschend war hier nur die Art und Weise. Obwohl er durch seine EM-Nominierung im Trap zur Zeit nur diese Disziplin trainiert, verbesserte er mit 122 getroffenen Scheiben seinen eigenen Landesrekord um fünf Scheiben und erzielte das zweitbeste Ergebnis des Tages. Oskar Pasche vom WC Wiesbaden folgte mit 100 Scheiben auf Rang zwei. Zwischen Leon Missoum vom KKSV und Nico Dannler aus Hertingshausen wurde um Platz drei ein Stechen erforderlich. Der Rüddingshausener siegte mit 2:1.

Bei den Damen trat die Wiesbadener Trapperin Heike Rauschkolb zum ersten Mal auch im Doppeltrap an. Gleich auf Anhieb gewann sie und stellte mit 76 Scheiben auch einen neuen Landesrekord auf. Platz zwei ging an Cécile Bilhuber vom WCO Gießen, die sich im Stechen um Silber mit 1:0 gegen die Vorjahressieger Christiane Lamée aus Wiesbaden durch setzte.

Der unumstrittene Höhepunkt des Wochenendes war der anschließende Endkampf der Herren. Ex-Vizeweltmeister Waldemar Schanz vom WC Wiesbaden schaffte mit 136 Scheiben genau sein Ergebnis aus dem Vorjahr und zog ins Semifinale der besten Sechs ein. Im folgten die Vorjahressemifinalisten Marek Lach (KKSV, 120), Christian Müller (SSV Viernheim, 117), Luca Faulstich (KKSV, 115), Maximilian Ebinger (KKSV, 111), sowie der amtierende Deutsche Meister Jens Lambrecht, der ebenfalls 111 Scheiben traf und knapp den Sprungs ins Finale schaffte, das er im letzten Jahr noch verpasste. Da im Semifinale die Vorkampfergebnisse gestrichen werden, haben alle Sportler trotz teilweise großen Rückständen die Chance, dennoch den Titel zu gewinnen. Ziel des Semifinale ist es, nach 15 Doubletten die beiden Besten für das Goldmedalmatch zu ermitteln. Waldemar Schanz lies nur eine Scheibe fliegen und qualifizierte sich sicher. Um den zweiten Platz gab es ein Stechen zwischen Christian Müller und Luca Faulstich, das der Viernheimer mit 1:0 für sich entschied. Für Faulstich blieb das Broncemedalmatch, wo er ausgerechnet auf den Deutschen Meister Jens Lambrecht traf. Er nahm die Herausforderung an und besiegte den Wiesbadner mit 26:24. Im darauf folgenden Titelkampf kam es zur Neuauflage auf dem Vorjahr der eigentlich schon in der Altersklasse startberechtigten Athleten Schanz und Müller. Diesmal machte es Christian Müller dem Titelverteidiger noch schwerer als vor Jahresfrist. Trotz zwischenzeitlichem Rückstand von zwei Scheiben konnte Schanz ausgleichen und beide wiesen am Schluss 28 von 30 Scheiben auf. Im Stechen war es dann der Wiesbadener Routinier, der mit 8:7 knapp die Nase vorne hatte. Erneut Werbung für diese tolle Disziplin, bei der die Spannung mit Händen zu greifen war. Den Mannschafttitel verteidigten die Schützen des KKSV Rüddingshausen mit Marek Lach, Maximilian Ebinger und Luca Faulstich, die in gleicher Besetzung wie im Vorjahr antraten. Platz zwei und drei ging an den WC Wiesbaden, die mit Schanz, Lamée und Schwarz, sowie Lambrecht, Pasche und Hahn ihre Teams taktisch stellten, um eventuell zwei Teams zur DM zu bekommen. Insgesamt war die Landesmeisterschaft wieder eine tolle Veranstaltung, bei der erneut der KKSV Rüddingshausen eine gute Visitenkarte abgegeben hat. An den nächsten beiden Wochenenden treffen sich dann die Trapschützen in Bad Arolsen zu ihren abschließenden Titelkämpfen.

Medaillenspiegel Doppeltrap: WC Wiesbaden 4 Gold-, 3 Silber und 2 Bronzemedaillen, KKSV Rüddingshausen 3/3/5, SSV Viernheim 1/1/0, WCO Gießen 0/1/0, SV Hertingshausen 0/0/1.

Der Vorstand des KKSV Rüddingshausen bedankt sich bei allen, die zum Gelingen dieser außergewöhnlichen Veranstaltung beigetragen haben. Neben allen Kuchen- und Salatspendern, sowie Scheibenabladern danken wir Werner Faulstich, Reiner Faulstich, Anette Mader-Faulstich, Luca Faulstich, Manfred Schultheiß, Tobias und Maja Kohlberger, Edith Schultheiß, Martina Brandes, Michael Eck, Maximilian Ebinger, Jessica Reinhardt, Peter Croll, Thomas Hartmann, Benno Mai, Hildegard Schwender, Rainer Schwender, Michael Wormsbächer, Harry Heidt, Eugene Schwarz, Tandy Casey, Michael Mandel und Doris Graulich ganz herzlich für ihr Engagement.

» Ergebnisse

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